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HÖREN

Du kannst Dir hier das Lied "der Heilige" anhören.



Text und Musik: Udalrich

Die lange fällige Abrechnung mit dem Missbrauch in der katholischen Kirche. Wo die dort fällige Abrechnung ja eher immer noch verschleppt wird. Lange in der Schublade, lange im Kopf, nun auf dem Tisch im Mai 2020. Udalrich ist Insider. War in der Kirche tätig als Meßdiener und Organist. Ohne bleibende Schäden und immer noch basiskirchentreu.


Zur Geschichte:

In der Ich-Form vorgetragen vom hochstehenden Geistlichen, der seine Macht und seinen Einfluss ausnutzt gegenüber den Schwachen und Ahnungslosen. Nach außen hin die päpstliche Vorbildfigur, voll Weisheit und Heiligkeit. Im Heimlichen aber der Dämon, wie er so viele Bildnisse dieser Zirkel beherrscht. Sicherlich kein gern diskutiertes Thema für die Öffentlichkeit, gehört es bitteschön hinter die verschlossenen Türen im Vatikan. Wenn man die Täter fragt und die, die lieber nicht drüber reden wollen.


Und der Text zum mitsingen:

Ich bin der Heilige, hoch oben auf dem Altar.
Ich bin die Wahrheit, die Weisheit, der Hirte meiner Schar.

Du musst gehorchen! Bete Gott in mir an.
Willst Du Erlösung spüren, so bin ich Dein Mann.

Ich bin unfehlbar...
Ich bin geweiht...

Im Zwielicht schleiche ich still durch den Korridor.
Grinsend begleiten mich Drache und Mantikor.

Küss meinen Ring! Doch störe mich bloß nicht!
Dunkle Robe, sie bringt des nachtens das Licht.

Und glaube mir: Ich trenne Gut und Schlecht!
Und glaube mir: Ich kenne nur mein Recht!
Und glaube mir: Ich nenne Gutes schlecht!
So glaube mir: Ich nehme mir mein Recht!

Hört mir zu, all ihr Frommen,
lasset die Kinder zu mir kommen.
Betet, kniet nieder, jauchzt und singt Eure Lieder.
Am jüngsten Gericht da sehen wir uns im Himmel wieder.

Ich bin der Heilige, der im Dunkel der Nacht vor Dir steht.
Ich bin die Führung, die Fügung, in Jahrtausenden nicht verweht.

Du musst gehorchen! Bete Gott in mir an.
Willst Du Erlösung spüren, dann bin ich Dein Mann.

Und glaube mir: Ich trenne Gut und Schlecht!
Und glaube mir: Ich kenne nur mein Recht!
Und glaube mir: Ich nenne Gutes schlecht!
So glaube mir: Ich nehme mir mein - Recht!

Hört mir zu, all ihr Frommen,
lasset die Kinder zu mir kommen.
Betet, kniet nieder, jauchzt und singt Eure Lieder.
Am jüngsten Gericht da sehen wir uns im Himmel wieder.

Hinter schweren Eichentüren vertuscht.
Über Marmorböden stille Dienerschaft huscht.

Küss meinen Schwanz! Doch behellige mich nicht!
Offene Robe, sie löscht vor der Tat das Licht.

Und glaube mir: Ich trenne Gut und Schlecht!
Und glaube mir: Ich kenne nur mein Recht!
Und glaube mir: Ich nenne Gutes schlecht!
So glaube mir: Ich nehme mir mein - Recht!

Hört mir zu, all ihr Frommen,
lasset die Kinder zu mir kommen.
Betet, kniet nieder, jauchzt und singt Eure Lieder.
Am jüngsten Gericht da sehen wir uns im Himmel wieder.

Hört mir zu, all ihr Frommen,
lasst mich in feuchtem Kindermund kommen.
Haltet still, kniet nieder, schluckt und singt Eure Lieder.
Am jüngsten Gericht da sehen wir uns in der Hölle wieder.