Du kannst Dir hier das Lied "am Ende" anhören.
Text und Musik: Udalrich
Der wehmütige Abschluss eines jeden Postfaktum-Konzertes. Kann - und muss - in vielerlei Hinsicht verstanden werden. Im Frühjahr 2020 entstanden.
Zur Geschichte:
Alles findet sein Ende. Im Großen wie im Kleinen. Beziehungen, Leistungsfähigkeit, Willens- und Schaffenskraft. Man kann sich davon - und von der gern verdrängten Aussicht auf das totale Ende - entmutigen lassen, sogar daran verzweifeln. Aber man kann auch bis zum letzten Atemzug dagegenarbeiten und aus dem, was noch bleibt, das Beste machen. Unter diesem Aspekt in der Tat ein Liebeslied, wie die letzte Strophe zeigt.Und der Text zum mitsingen:Er ist schlaff, sie ist trocken, wenn sie aufeinanderhocken.
Hätte gerne einen Steifen. Muss zur blauen Pille greifen.
Femilind schmiert sich die Alte beidseits in die Liebesspalte.
Dort, wo einst die Latte stand, füllt weiche Watte seine Hand.
Einstmals trug der Muttermund rosa Lippen frisch und neu.
Heute gähnt ein grauer Schlund. Nach drei Stößen ist's vorbei.
Heiße Lust, bist vergangen, beide endlich alt.
Leis' entschwindet das Verlangen, Körper bleiben kalt.
Wenn sie sich zur Seite legen werden sie sich kaum bewegen.
Völlerei und Rotweingicht wird nicht mehr verziehen.
Schnaufend glüht das Angesicht. Zwecklos ist das Mühen.
Heiße Lust, bist vergangen, beide endlich alt.
Leis' entschwindet das Verlangen, Körper bleiben kalt.
Heiße Lust, bist vergangen, beide endlich alt.
Leis' entschwindet das Verlangen, Körper bleiben kalt.
Doch uns zwei betrifft das nicht, meiner bleichen Augen Licht.
Eines will ich Dir versprechen: Trotzen werd' ich den Gebrechen!
Wenn wir uns im Bette seh'n ist es wunderschön.
Weiche Decke uns gefangen, liegst in meinem Arm.
Riecht so gut nach uns beiden, drinnen ist es warm.
Weiche Decke uns gefangen, liegst in meinem Arm.
riecht so gut nach uns beiden, in Dir ist es warm.